Dienerinnen und Diener des Evangeliums von der Barmherzigkeit Gottes

„…und Er sandte sie aus!“ (Lukas 9,2)

Anfang Oktober feierten wir mit großer Freude und voller Dankbarkeit in unserer Gemeinschaft Diener und Dienerinnen des Evangeliums die Versprechen von vierzehn Laien. Diese waren aus unterschiedlichen Orten Deutschlands zusammen gekommen: Berlin, Köln, Cloppenburg, Münster, Osnabrück, Schwetzingen und aus der Nähe von Wilhelmshaven.

Die Vielfalt zeigte sich auch in den unterschiedlichen Lebenssituationen, in denen jede/r Person auf ihre Weise versucht, die Gottes Liebe zu leben und weiterzugeben: Ob als Alleinstehende, Verheiratete, Verwitwete; ob in der Bank, in der Schule, im Gericht, im Altenheim, in der Pfarrei, in einer Behörde, in einem Krankenhaus, ob ehrenamtlich mit Wohnungslosen, in der Pfarrei oder in den missionarischen Aktivitäten der Gemeinschaft; ob jung oder schon älter…

Durch das gemeinsame Gebet, durch den Austausch über den Glauben und über die gelebten Erfahrungen als missionarische Christen wurde der Ruf Jesu wieder in den Herzen aller lebendig. Einzeln als Person und gemeinsam als Gemeinschaft konnten wir uns erneut aussenden lassen, wie es die Stelle in Lukas 9,2 beschreibt: „…und Er sandte sie aus!“

Besondere Freude herrschte über drei Personen, die ihre Versprechen zum ersten Mal abgaben. Beispielhaft erzählt Anja Stumpf, was dieser Moment für sie bedeutet hat.

„Vor kurzem waren Exerzitientage der Gemeinschaft der Diener und Dienerinnen des Evangeliums der Barmherzigkeit Gottes. In diesem Rahmen habe ich erstmalig Diener-Versprechen abgelegt.

Das bedeutet für mich, dass ich im kommenden Jahr meine Zeit und Kraft ganz bewusst und konkret im Geist der Gemeinschaft einsetze.

Der Geist der Gemeinschaft ist für mich durch den Glauben an einen grenzenlos und bedingungslos liebenden Gott geprägt. Ein Gott, der mich und meine Mitmenschen liebt und annimmt, gerade da, wo ich es nicht kann. Durch das Bewusstwerden einer solchen Gotteskindschaft erhalte ich in meinem Alltagsleben die Kraft meine eigenen Kategorien zu durchbrechen und über meine Grenzen hinaus zu lieben. Mit lieben meine ich die Entscheidung meinen Gegenüber als Kind Gotte zu sehen und als solches in jeglicher Situation respektvoll zu behandeln, auch wenn mir emotional ganz anders zumute ist.
Diese Herausforderung erlebe ich oft in meiner Arbeit und im Bekanntenkreis und bin auf Gottes Hilfe angewiesen, seine Liebe genau dann weiter zu geben.“

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